Hausverkauf mit Makler: Ablauf, Kosten und wichtige Schritte im Überblick

Hausverkauf mit Makler: So läuft der Verkauf ab

Ein Haus zu verkaufen ist mit vielen Entscheidungen und organisatorischen Aufgaben verbunden. Ein Makler kann den Prozess begleiten – von der ersten Einschätzung des Immobilienwerts bis zur Schlüsselübergabe. Wie läuft ein Hausverkauf mit Makler typischerweise ab? Hier finden Sie die wichtigsten Schritte im Überblick.

Erstgespräch und Verkaufsziele

Am Anfang steht ein persönliches Gespräch. Dabei geht es um Ihre Verkaufsgründe, den gewünschten Zeitrahmen und Ihre Preisvorstellung. Der Makler verschafft sich einen ersten Eindruck von der Immobilie und bespricht mit Ihnen, welche Leistungen für den Verkauf sinnvoll sind.

Wichtig ist, offene Fragen früh zu klären: Wer kümmert sich um Unterlagen und Besichtigungen? Wie werden Sie über Interessenten informiert? Und welche Maklerprovision wird vereinbart?

Wertermittlung und Angebotspreis

Für eine realistische Preisfindung betrachtet der Makler unter anderem Lage, Grundstück, Wohnfläche, Baujahr, Zustand und Ausstattung des Hauses. Auch vergleichbare Verkäufe und die aktuelle Nachfrage am Markt spielen eine Rolle. Je nach Immobilie kommen unterschiedliche Wertermittlungsverfahren zum Einsatz.

Der Angebotspreis sollte weder allein auf persönlichen Erwartungen noch ausschließlich auf Online-Schätzungen beruhen. Ein marktgerechter Preis kann dazu beitragen, passende Interessenten zu erreichen und unnötig lange Vermarktungszeiten zu vermeiden. Die Wertermittlung ist dabei eine Einschätzung, keine Garantie für einen bestimmten Verkaufspreis.

Maklervertrag und Vorbereitung

Wenn Sie sich für eine Zusammenarbeit entscheiden, werden die Leistungen und die Vergütung im Maklervertrag festgehalten. Achten Sie darauf, welche Vertragsart vereinbart wird, wie lange der Vertrag gilt und welche Kündigungs- oder Verlängerungsregelungen bestehen.

Anschließend werden die Verkaufsunterlagen zusammengestellt. Dazu gehören je nach Objekt beispielsweise:

  • Grundbuchauszug und Flurkarte
  • Baupläne, Wohnflächenberechnung und Angaben zur Grundstücksgröße
  • Informationen zu Modernisierungen und durchgeführten Reparaturen
  • Nachweise zu Heizung, Energieverbrauch und Betriebskosten
  • Ein gültiger Energieausweis
  • Bei vermieteten Häusern: Mietvertrag und relevante Abrechnungen

Welche Dokumente im Einzelfall benötigt werden, hängt von der Immobilie ab. Der Makler kann bei der Zusammenstellung unterstützen und auf fehlende Unterlagen hinweisen.

Exposé und Vermarktung

Aus den Informationen zur Immobilie erstellt der Makler ein Exposé. Gute Fotos, ein aussagekräftiger Grundriss und eine verständliche Beschreibung helfen Interessenten, das Haus einzuschätzen. Die Vermarktung kann über Immobilienportale, die eigene Interessentendatei und weitere Kanäle erfolgen.

Vor der Veröffentlichung sollte geprüft werden, ob alle Angaben korrekt sind. Das gilt insbesondere für Wohnfläche, Ausstattung, Baujahr und Energiekennwerte. Pflichtangaben aus dem Energieausweis müssen bei der Vermarktung berücksichtigt werden.

Anfragen, Besichtigungen und Auswahl

Der Makler beantwortet Anfragen, koordiniert Besichtigungstermine und stellt den Interessenten relevante Informationen zur Verfügung. Häufig übernimmt er auch die Vorqualifizierung – etwa durch Fragen zum geplanten Kaufzeitpunkt und zur Finanzierung.

Nach den Besichtigungen werden Rückmeldungen gesammelt und passende Kaufangebote besprochen. Entscheidend ist nicht immer allein der höchste Preis. Auch eine nachvollziehbare Finanzierung, ein verlässlicher Zeitplan und die individuellen Bedingungen des Angebots können eine Rolle spielen.

Kaufpreisverhandlung und Finanzierungsprüfung

Wenn ein Interessent ernsthaft kaufen möchte, unterstützt der Makler bei der Abstimmung des Kaufpreises und der weiteren Konditionen. Dazu können etwa der gewünschte Übergabetermin oder einzelne Vereinbarungen zum Inventar gehören.

Vor dem nächsten Schritt sollte der Käufer die Finanzierung klären. Eine Finanzierungsbestätigung oder ein geeigneter Kapitalnachweis kann helfen, die Verbindlichkeit des Angebots besser einzuschätzen. Ein Makler kann Unterlagen koordinieren, ersetzt aber keine rechtliche oder finanzielle Prüfung durch Fachleute.

Kaufvertrag und Notartermin

Ein Hauskauf in Deutschland wird durch einen notariell beurkundeten Kaufvertrag abgeschlossen. Der Notar erstellt den Vertragsentwurf und erläutert den Beteiligten den Inhalt. Käufer und Verkäufer sollten den Entwurf rechtzeitig prüfen und offene Fragen vor dem Termin klären.

Beim Notartermin wird der Vertrag vorgelesen und von den Parteien unterschrieben. Danach veranlasst der Notar die weiteren Schritte, zum Beispiel die Eintragung einer Auflassungsvormerkung und die Fälligkeitsmitteilung. Der Kaufpreis wird in der Regel erst gezahlt, wenn die vertraglich vereinbarten Voraussetzungen erfüllt sind.

Kaufpreiszahlung und Übergabe

Nach der Fälligkeitsmitteilung überweist der Käufer den Kaufpreis. Sobald die Zahlung eingegangen ist und die vereinbarten Bedingungen erfüllt sind, erfolgt die Übergabe des Hauses. Dabei werden üblicherweise Zählerstände dokumentiert, Schlüssel übergeben und ein Übergabeprotokoll erstellt.

Mit dem vereinbarten Übergabetermin gehen Besitz, Nutzen und Lasten auf den Käufer über. Der genaue Zeitpunkt und die Einzelheiten richten sich nach dem notariellen Kaufvertrag.

Was kostet ein Makler beim Hausverkauf?

Die Maklerprovision wird im Maklervertrag vereinbart und kann je nach Region und Vereinbarung unterschiedlich ausfallen. Bei bestimmten Verkäufen von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen an Verbraucher gelten besondere gesetzliche Regeln zur Verteilung der Provision, wenn der Makler für beide Seiten tätig ist oder die Käuferseite beteiligt wird. Lassen Sie sich die konkrete Regelung vor Vertragsabschluss erläutern und schriftlich festhalten.

Fazit: Mit klarer Planung zum erfolgreichen Verkauf

Der Hausverkauf mit Makler umfasst mehrere Schritte: Wertermittlung, Vorbereitung der Unterlagen, Vermarktung, Besichtigungen, Verhandlungen, notarielle Beurkundung und Übergabe. Ein guter Makler sorgt für einen strukturierten Ablauf, hält Sie über den Verkaufsstand auf dem Laufenden und unterstützt bei der Koordination. Prüfen Sie vor der Beauftragung genau, welche Leistungen vereinbart sind und welche Kosten entstehen.

 

Hausverkauf mit Makler: 8 Tipps für einen reibungslosen Ablauf

  1. Makler sorgfältig auswählen und Referenzen prüfen.
  2. Maklervertrag, Laufzeit und Provision genau lesen.
  3. Grundbuchauszug, Energieausweis und Bauunterlagen bereithalten.
  4. Den Verkaufspreis gemeinsam realistisch festlegen.
  5. Exposé und Fotos vor Veröffentlichung prüfen.
  6. Besichtigungen mit dem Makler abstimmen.
  7. Kaufangebote und Bonität der Interessenten prüfen lassen.
  8. Notartermin und Übergabe mit dem Makler koordinieren.

Makler sorgfältig auswählen und Referenzen prüfen.

Wählen Sie Ihren Makler sorgfältig aus und nehmen Sie sich Zeit für ein persönliches Gespräch. Achten Sie darauf, ob er den regionalen Immobilienmarkt kennt, seine Vorgehensweise verständlich erklärt und die vereinbarten Leistungen transparent darlegt. Fragen Sie außerdem nach Referenzen und bisherigen Verkaufserfolgen, die mit Ihrer Immobilie vergleichbar sind. So gewinnen Sie einen besseren Eindruck davon, wie zuverlässig der Makler arbeitet und ob die Zusammenarbeit zu Ihren Erwartungen passt.

Maklervertrag, Laufzeit und Provision genau lesen.

Lesen Sie den Maklervertrag sorgfältig, bevor Sie ihn unterschreiben. Achten Sie besonders darauf, welche Leistungen der Makler übernimmt, wie lange der Vertrag läuft und ob beziehungsweise unter welchen Bedingungen er verlängert oder gekündigt werden kann. Prüfen Sie außerdem die Höhe und Aufteilung der Provision sowie den Zeitpunkt, an dem sie fällig wird. Bei Unklarheiten sollten Sie sich die Regelungen schriftlich erläutern lassen – so wissen Sie von Anfang an, welche Verpflichtungen und Kosten mit dem Hausverkauf verbunden sind.

Grundbuchauszug, Energieausweis und Bauunterlagen bereithalten.

< p>Bereiten Sie wichtige Unterlagen möglichst früh vor, damit der Hausverkauf reibungslos starten kann. Dazu zählen ein aktueller Grundbuchauszug, ein gültiger Energieausweis sowie vorhandene Bauunterlagen wie Grundrisse, Baugenehmigungen und Nachweise über Modernisierungen. Vollständige und nachvollziehbare Dokumente erleichtern dem Makler die Wertermittlung und Vermarktung und helfen Kaufinteressenten, sich ein genaues Bild von der Immobilie zu machen.

Den Verkaufspreis gemeinsam realistisch festlegen.

Den Verkaufspreis gemeinsam realistisch festlegen: Besprechen Sie Ihre Preisvorstellung offen mit dem Makler und lassen Sie dabei Lage, Zustand, Ausstattung und vergleichbare Verkäufe berücksichtigen. Eine fundierte, marktgerechte Einschätzung hilft, passende Käufer anzusprechen und lange Vermarktungszeiten zu vermeiden. Legen Sie den Angebotspreis gemeinsam fest – persönliche Erwartungen sollten dabei ebenso Raum haben wie die aktuelle Marktlage.

Exposé und Fotos vor Veröffentlichung prüfen.

Prüfen Sie das Exposé und die Fotos sorgfältig, bevor die Immobilie veröffentlicht wird. Achten Sie darauf, dass Angaben zu Wohnfläche, Zimmern, Ausstattung und Zustand korrekt und vollständig sind. Die Bilder sollten das Haus realistisch und ansprechend zeigen, ohne Mängel zu verschleiern oder einen falschen Eindruck zu vermitteln. So vermeiden Sie Missverständnisse, stärken das Vertrauen von Interessenten und schaffen eine gute Grundlage für Besichtigungen.

Besichtigungen mit dem Makler abstimmen.

Stimmen Sie die Besichtigungen eng mit Ihrem Makler ab, damit Termine für Sie und potenzielle Käufer gut passen. Legen Sie gemeinsam fest, wann Besichtigungen stattfinden, wie viel Zeit dafür eingeplant wird und ob Interessenten vorab Informationen oder einen Finanzierungsnachweis vorlegen sollen. So lassen sich Anfragen bündeln, unnötige Termine vermeiden und Besichtigungen professionell vorbereiten.

Kaufangebote und Bonität der Interessenten prüfen lassen.

Lassen Sie Kaufangebote und die Bonität der Interessenten sorgfältig prüfen, bevor Sie sich festlegen. Neben der Höhe des Angebots zählen auch die Finanzierungssicherheit und ein realistischer Zeitplan. Ein Makler kann erforderliche Nachweise, etwa eine Finanzierungsbestätigung oder einen Kapitalnachweis, einholen und die Angebote für Sie einordnen. So lässt sich das Risiko verringern, dass ein Verkauf kurz vor dem Notartermin an einer ungeklärten Finanzierung scheitert.

Notartermin und Übergabe mit dem Makler koordinieren.

Koordinieren Sie den Notartermin und die spätere Übergabe frühzeitig gemeinsam mit Ihrem Makler. Er kann dabei helfen, einen passenden Termin mit Käufer und Notariat zu finden und offene Punkte vorab abzustimmen. Für die Übergabe sollten Sie ein Protokoll vorbereiten, Zählerstände festhalten und alle Schlüssel sowie wichtigen Unterlagen bereitlegen. So sind die letzten Schritte des Hausverkaufs klar organisiert und Missverständnisse lassen sich vermeiden.

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